106 Rekruten sprechen ihr Gelöbnis auf die Fahne der Republik

  • Erstellt von Markus Oppitz

Angelobung bei heißen Temperaturen des Einrückungstermins August in St. Thomas am Blasenstein

Hörsching, 28. August 2026; rund 400 Gäste und Angehörige versammelten sich heute in St. Thomas am Blasenstein, um die feierliche Angelobung junger Soldaten mitzuerleben.

Nahe dem Luftg’selchten Pfarrer und unterhalb der Bucklwehluck'n steht das Heimkehrerkreuz und dort fand der Festakt für 106 Rekruten des Militärkommandos statt.

Begleitet von den Klängen der Militärmusik Oberösterreich zeigten sich die Familien und Freunde der Rekruten beeindruckt vom festlichen Rahmen der Veranstaltung. Das Wetter meinte es sehr gut und die Redner würdigten diesen Umstand mit einer bemerkenswerten Kürze und doch hoher Prägnanz in ihren Reden an die Gäste und Rekruten. Die Kondition war sehr gut, trotz der hohen Temperaturen fiel keiner der angetretenen Soldaten um.

In seiner Botschaft an die Soldaten und deren Angehörige sprach der Militärkommandant von Oberösterreich, Mag. Dieter Muhr, dass der gewählte Ort mit dem Heimkehrerkreuz ein Zeichen für die Heimat sei, besonders für jene, die nach dem Krieg zurückkehrten und für diese dies ein Zeichen der Hoffnung sei. Das Heimkehrerkreuz stehe auf Granit und so unbeugsam seien die Mühlviertler – auch in der Besatzungszeit haben sie sich nicht vom restlichen Oberösterreich abspalten lassen. Österreich stehe unter Beobachtung – von Freund und potentiellen Gegner – ob sich die Bevölkerung wehren will. Die Bevölkerung stehe hinter dem Bundesheer und daher sei der Dienst der Rekruten für die Republik und den Frieden so bedeutsam. Die Anwesenden dankten den Rekruten mit einem lang anhaltenden Applaus für deren Bereitschaft zum Dienst an der Heimat.

Landtagsabgeordnete Anton Froschauer, der in Vertretung des Landeshauptmannes von Oberösterreich, Mag. Thomas Stelzer sprach, erinnerte sich, dass er 1968 vom Einmarsch der Sowjets in Tschechien erfuhr, als sein Vater einen ernsten Tonfall nach dem Hören der Radionachrichten anschlug. Waren doch erst 13 Jahre seit dem Abzug der Sowjets ins Land gezogen und danach wurden wir saturiert, um die Sicherheit kümmerte sich das Bundesheer – nicht immer mit der nötigen politischen Unterstützung, wie er einräumte und er dankte dem Bundesheer, dass es diese sicherheitspolitische Aufgabe immer wahrgenommen habe. Der Zerfall Jugoslawiens und der Angriff auf die Ukraine riefen Reaktionen zum Bundesheer hervor, wie „ schlecht warats net“. Die Bedeutung des Bundesheeres für Frieden und Demokratie und dass es diese zu verteidigen gelte, sei bei manchen noch nicht richtig angekommen. Er dankte den Rekruten für deren Bereitschaft mit ihrem Dienst an der Waffe einen Beitrag für die Sicherheit des Landes zu leisten. Sie tragen so dafür Sorge, dass Österreich verteidigt werden kann.

Im Anschluss an die Zeremonie wurden den Soldaten und ihren Angehörigen ein

traditionelles Gulasch serviert, um den besonderen Anlass gebührend ausklingen zu lassen.

Die 106 angetretenen Soldaten – darunter 40 neue Militärmusiker - haben im August ihre Grundausbildung bei der Stabskompanie&Dienstbetrieb des Militärkommandos in Hörsching begonnen, sind heute feierlich auf die Republik angelobt worden und werden montags zu ihren neuen Dienststellen versetzt.

In den kommenden Monaten werden sie ihren Dienst in den Garnisonen Hörsching, Wels, Ried, Linz und Freistadt leisten.

 

Fotorechte: Bundesheer/ Klaus Unterbuchberger

Abschreiten_Front.jpg
Anzugelobende_Heimkehrerkreuz.jpg
Treuegelöbnis.jpg
Auf Facebook teilen