133 Rekruten geloben ihr Vaterland zu verteidigen

  • Erstellt von Mag. Markus OPPITZ

Militärkapellmeister zum Oberst befördert

Hörsching, 18. September 2026; über 400 Angehörige und Gäste waren heute in Bad Leonfelden am Hauptplatz und erlebten die feierliche Angelobung ihrer Söhne auf die Heimat.

 

Unter den Gästen befanden sich die Abgeordneten zum Nationalrat Bürgermeister Mag. Michael Hammer, der Abgeordnete zum Bundesrat Vizeleutnant Günter Pröller, der Abgeordnete zum OÖ Landtag DI Josef Rathgeb und der Hausherr Bürgermeister Ing. Thomas Wolfesberger. Für den Bezirk nahm Teil der Bezirkshauptmann Dr. Ferdinand Watschinger, Chefinspektor Gerhard Koll für das Bezirkspolizeikommando, Abschnittsbrandinspektor Andreas Ganglberger vom Bezirksfeuerwehrkommando und Peter Haslinger vom Bezirksrettungskommando. An Abordnungen mit Fahnen waren vertreten der Kameradschaftsbund, die Katholische Studentenverbindung Sternstein, die Freiwillige Feuerwehr, das Bürgerschützencorps, der Musikverein, die Sportunion und auf der Tribüne die Goldhauben.

 

Die Militärmusik Oberösterreich umrahmte musikalisch den Festakt und als Überraschung für Oberstleutnant Gernot Haidegger beförderte Brigadier Mag. Dieter Muhr den Militärkapellmeister vom Oberstleutnant zum Oberst vor der angetretenen Truppe und den Gästen der Angelobung.

 

Bürgermeister Ing. Thomas Wolfesberger erinnerte in seiner Begrüßung an 1946 und 1926, einmal an die Schaffung internationaler Strafgerichtsbarkeit mit den Nürnberger Prozessen und mit dem zweiten an eine Zeit, die viel Unsicherheit und Jahre später Unheil in die Welt brachte – eine Zeit, die niemand wiederhaben will. 

 

In seiner Botschaft an die Soldaten und deren Angehörige forderte der Militärkommandant von Oberösterreich, Mag. Dieter Muhr, zuerst die Gäste auf dem Bürgermeister zu applaudieren – und sie taten dies - für die Idee eine Angelobung hier - nicht allzu weit weg vom ehemaligen Eisernen Vorhang – durchzuführen. Der Militärkommandant erinnerte daran, dass damals sich zwei Mächte gegenüberstanden und jederzeit etwas passieren hätte können. Dann kam es zur Entspannung und das Mühlviertel profitierte von einem Aufschwung, der auch in der Stärke, dem Zusammenhalt der früheren Generation zu verdanken sei, indem sie glaubhaft eine Abhaltestrategie vermittelten. Die Sicherung des Friedens hat heute wie damals seine Berechtigung und Bedeutung, da sich international unschöne Szenen abspielen, dass das gegen einander Ausspielen in der Gesellschaft, wie in Europa permanent versucht – und „es wird wieder nicht funktionieren, so wie damals!“ Er zollte Respekt und Dank an die Grundwehrdiener, dass diese hinter diesem Land stehen. Er dankte den Ausbildern für deren Einsatz und wünschte den Rekruten für deren Zukunft alles Gute und dass sie zusammenhalten sollen, dann wird die Abhaltewirkung wieder funktionieren.

 

Landtagsabgeordnete DI Josef Rathgeb, der in Vertretung des Landeshauptmannes von Oberösterreich, Mag. Thomas Stelzer sprach, lobte zu Beginn die Gesangskünste der Militärmusik – kurz zuvor hatte die Militärmusik den oberösterreichischen Traditionsmarsch Hessen Marsch auch mit Gesang aufgeführt. Die Leistung des einzelnen beweist sich im Zusammenspiel, das Ganze sei mehr als die Summe der Teile, viele setzen sich beruflich und ehrenamtlich für Österreich ein. Sie tun dies, weil sie Werte haben und für diese einstehen und dies führe zum Zusammenhalt und zu gemeinsam getragener Verantwortung. Die Grundwehrdiener zeigen dies mit ihrem Dienst an Österreich. Sie rüsten sich für den Ernstfall, der hoffentlich nie eintreten möge. Sie lernen in kleinen und größeren Einheiten zu arbeiten und für diese Bereitschaft sagte er Danke. Für die jüngeren Generationen sind Freiheit und Friede selbstverständlich, diese Freiheit zu bewahren, zu schützen und zu verteidigen, stellen die jungen Soldaten unter Beweis. Das Bundesheer habe die Schlüsselrolle in der Verteidigung. Die Ausbildung wird anstrengend sein und er hoffe, sie mögen eine spannende Zeit erleben, an die sich gerne zurück erinnern werden. „Seien sie stolz auf die Uniform, lernen sie neue Fähigkeiten, die sie später einsetzen können, kommen sie immer gut nach Hause.“ Er dankte den Grundwehrdienern, dass sie mit ihrer Ausbildung zeigen, gemeinsam für die Sicherheit Österreichs zu sorgen.

 

Vier Grundwehrdiener – David, Luca, Paul und Jonas - aus der Stadt Bad Leonfelden bzw. der näheren Umgebung sprachen an der Fahne des Militärkommandos zusammen mit den weiteren 129 Angetretenen das Treuegelöbnis. Die jungen Soldaten haben im September ihre Grundausbildung bei der Stabskompanie&Dienstbetrieb des Militärkommandos in Hörsching begonnen.

 

Im Anschluss an den Festakt konnten die Soldaten und ihre Angehörigen eine Kostprobe aus der Gulaschkanone zu sich nehmen und den besonderen Anlass gebührend ausklingen zu lassen.

 

Fotorechte: Bundesheer/ Mickla

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