Ein Fest der Kameradschaft, der Tradition und des gelebten Miteinanders

  • Erstellt von Puchner Johann, Vzlt i.R. und Obmann

Mit großer Würde, tiefem Gemeinschaftsgefühl und beeindruckender Beteiligung der Bevölkerung durfte der Kameradschaftsbund Aistersheim einen besonderen Festtag begehen: die feierliche Segnung der restaurierten Fahne des Kameradschaftsbundes sowie die Weihe der neuen Fahnenpatin Sophie Gräfin Bulgarini.

Die historische Fahne, welche bereits im Jahr 1957 erstmals geweiht wurde, konnte nach aufwendiger Restaurierung erneut ihrer besonderen Bestimmung übergeben werden. Sie ist seit Jahrzehnten sichtbares Zeichen für Kameradschaft, Zusammenhalt und die Verbundenheit der Aistersheimer Kameraden mit ihrer Heimat und ihren Traditionen.

 

Im Rahmen einer feierlichen Maiandacht in der Pfarrkirche Aistersheim wurde Sophie Gräfin Bulgarini offiziell zur neuen Fahnenpatin geweiht. Damit übernimmt sie eine Aufgabe, die in Aistersheim mit großer Verantwortung, Würde und generationsübergreifender Verbundenheit getragen wird. Besonders bewegend war dabei der Gedanke, dass seit dem Tod der ersten Fahnenpatin keine Nachfolge mehr bestimmt worden war.

 

Ein besonders starkes Zeichen setzte an diesem Abend auch die Jugend: Acht Ministranten dienten im Altarraum, zahlreiche Kinder und Jugendliche feierten die Maiandacht mit, fünf Erstkommunionkinder sowie zehn Goldhaubenfrauen begleiteten den Festakt sichtbar und würdevoll. Insgesamt schmückten elf Fahnen den Altarraum und verliehen der Kirche ein eindrucksvolles Bild gelebter Tradition und Gemeinschaft.

 

Der Fahnenpatin war die Teilnahme der Kinder ein besonderes Anliegen. Im Rahmen des gemeinsam gebeteten Ave Maria erhielten alle anwesenden Kinder einen kleinen Rosenkranz als Zeichen des Glaubens und der Verbundenheit.

 

Musikalisch wurde der Festakt in besonderer Weise getragen und umrahmt: durch die Musikkapelle Aistersheim, das Quintett der Bläser sowie später bei der abendlichen Agape im historischen Rittersaal durch die junge Gruppierung der Aistersheimer Musikkapelle — die „SurBradler“. Sie alle trugen wesentlich dazu bei, diesem Abend eine feierliche, stimmige und zugleich herzliche Atmosphäre zu verleihen.

 

In ihrer berührenden Ansprache erinnerte die neue Fahnenpatin daran, dass Kameradschaft weit mehr sei als ein Vereinsgedanke. Der Kameradschaftsbund stand seit jeher Familien bei, deren Männer und Väter nicht mehr aus dem Krieg heimkehrten, half Menschen in schwierigen Lebenssituationen und lebte Zusammenhalt weit über Generationen hinweg. Ebenso betonte sie die Bedeutung des Brauchtums, das nur dann erhalten bleibe, wenn Menschen bereit seien, Gemeinschaft aktiv zu leben und Verantwortung zu übernehmen.

 

Ein weiterer besonderer Moment war die Aufnahme von Sophie Gräfin Bulgarini in die Gemeinschaft der Goldhaubenfrauen. Die von ihr getragene Goldhaube stammt bereits aus der dritten Generation ihrer Familie und begleitet deren Geschichte seit der Zeit rund um die Jahrhundertwende.

 

Nach dem feierlichen Auszug marschierten alle Teilnehmer gemeinsam ins Schloss Aistersheim, wo im historischen Innenhof erstmals die von Richter Grimbeek komponierte Uraufführung des „Marsch des Kameradschaftsbundes Aistersheim“ erklang.

 

Der  Marsch wurde „Zu Ehren und Gedenken der Kameraden“ geschaffen und der Stiftung der Fahne im Jahr 1957 durch ihre Patin Elisabeth Birnleitner sowie allen Patinnen und Kameraden gewidmet, die dieses Zeichen der Kameradschaft in Verantwortung tragen.

 

Im Anschluss lud die Fahnenpatin zur gemeinsamen Agape in den historischen Rittersaal des Schlosses ein. Bei Speisen, Getränken und vielen persönlichen Gesprächen klang dieser außergewöhnliche Festtag in kameradschaftlicher und herzlicher Atmosphäre aus.

 

Zum Ende der Veranstaltung wurde Sophie Gräfin Bulgarini durch Ehrenpräsident Johann Puchner sowie den Präsidenten des Kameradschaftsbundes Oberösterreich mit der silbernen Ehrenbrosche für ihre Verdienste geehrt. Sichtlich gerührt und zu Tränen bewegt nahm die neue Fahnenpatin diese besondere Auszeichnung entgegen.

 

Der Kameradschaftsbund Aistersheim bedankt sich an dieser Stelle bei allen Mitwirkenden,  Helfern, der Musikkapelle Aistersheim, den Goldhaubenfrauen, der Obfrau des Pfarrgemeinderates und ihrem Team, den Ministranten, allen Ehrengästen sowie der gesamten Bevölkerung für die überwältigende Teilnahme und die gelebte Gemeinschaft.

 

Denn genau das hat dieser Tag eindrucksvoll gezeigt:

Kameradschaft lebt dort, wo Menschen füreinander da sind. Ein Fest der Kameradschaft, der Tradition und des gelebten Miteinanders

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