Am Montag, dem 2. November 2026, fand am Linzer Barbarafriedhof die traditionelle militärische Allerseelenfeier des Militärkommandos Oberösterreich statt. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Bundesheer, Einsatzorganisationen, Kameradschaftsverbänden und der Bevölkerung kamen zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken und ein gemeinsames Zeichen der Erinnerung zu setzen.
Für den Oberösterreichischen Kameradschaftsbund (OÖKB) nahm Vizepräsident LAbg. Michael Gruber an der würdevollen Gedenkfeier teil. Mit einer Kranzniederlegung ehrte der OÖKB die Verstorbenen und unterstrich damit seine Verbundenheit mit den Opfern der Kriege sowie den im Dienst verstorbenen Angehörigen der Einsatzorganisationen.
Ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens
Wie Oberösterreichs Militärkommandant Brigadier Mag. Dieter Muhr, MBA, in seinem Bericht zur Allerseelenfeier hervorhob, sind auf dem Linzer Barbarafriedhof 3.289 Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg und 340 Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg bestattet. Darüber hinaus fanden hier zivile Opfer der Bombenangriffe, Gefangene, Zwangsarbeiter und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihre letzte Ruhestätte.
Eine neu gestaltete Erinnerungswand ist den zivilen Opfern gewidmet und hält ihr Schicksal für kommende Generationen in Erinnerung.
In seinen Worten verwies Brigadier Muhr auch auf die besondere Bedeutung der Heiligen Barbara als Schutzpatronin der Soldaten, Artilleristen, Feuerwehrleute, Bergleute und Dachdecker. Sie stehe sinnbildlich für die Hoffnung auf Frieden und Sicherheit und sei zugleich Schutzpatronin jener Menschen, die Zuflucht suchen.
Gemeinsame Verantwortung für Frieden und Sicherheit
Auch die Bedeutung einer starken Landesverteidigung wurde im Rahmen des Gedenkens hervorgehoben. Dazu betonte Militärkommandant Dieter Muhr:
„Nur mit einem starken und einsatzbereiten Bundesheer, getragen von einem gemeinsamen Geist des Verteidigungswillens können wir unserem Friedensauftrag gerecht werden.“
An der Feier nahmen unter anderem Vertreter des Landes Oberösterreich, des Oberösterreichischen Landtags, der Stadt Linz, des Bundesheeres, der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, des Schwarzen Kreuzes, der Polizei sowie verschiedener Kameradschafts- und Traditionsverbände teil. Auch die Militärmusik Oberösterreich und Vertreter der Militärgeistlichkeit wirkten am gemeinsamen Gedenken mit.
Erinnerung bewahren – Frieden fördern
Für den Oberösterreichischen Kameradschaftsbund ist die Teilnahme an der militärischen Allerseelenfeier ein wichtiger Ausdruck gelebter Erinnerungskultur. Das Gedenken an die Opfer der Vergangenheit mahnt zugleich, sich für Frieden, Freiheit und ein respektvolles Miteinander einzusetzen.
Mit seiner Teilnahme und der Kranzniederlegung setzte Vizepräsident Michael Gruber im Namen des OÖKB ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und des ehrenden Andenkens.
Denn wer die Erinnerung an die Vergangenheit bewahrt, trägt auch Verantwortung für die Zukunft.
Fotos: Klaus Unterbuchberger



